Weshalb bloß immer ein Studium?

Schulabschluss – Die erste große Hürde im Leben ist geschafft. Doch was nun? Vor dieser Frage stehen jährlich zahlreiche Jugendliche, die nicht wissen welchen Weg sie einschlagen wollen. Trotz zunehmender Hilfestellungen und Berufsmessen der Schulen und Handelskammern bleibt ein großes Problem: Zu viel Auswahl um eine Entscheidung zu treffen. 

Nicht selten wird heute noch geglaubt, dass man mit dem Abitur studieren gehen muss. “Hauptsache Studium”, “Gesellschaftliches Ansehen erzielt man nur mit einem Studium”, oder “Ein akademischer Abschluss ist das wichtigste!” All das sind Aussagen, die längst nicht mehr ganz richtig sind. Es ist kein Geheimnis, dass man für bestimmte Berufe ein Studium benötigt und Studierte in manchen Fällen immer noch eine besser bezahlte Stelle bekommen, doch betrachten wir einmal die Schattenseiten des Studiums, die manche in die Irre treiben bis sie auf die Idee kommen, dass doch Instagram Follower die Währung des Lebens sind.

Nach drei oder vier Jahren Regelstudienzeit erreicht man einen Bachelorabschluss. Vorfreudig will man sich nun ins Berufsleben stürzen, doch so schnell geht das nicht. Was in diesen Plan nämlich mit einbezogen werden muss, sind die Anforderungen der Unternehmen an die Bewerber. So jung wie möglich, gute Abschlüsse und Titel, günstig und eben auch viel Berufserfahrung in den Unterschiedlichsten Berufsfeldern. Dass diese Anforderungen teilweise wohl utopisch sind steht außer Frage, allerdings werden sich die wenigsten Studierten mit einer vollen Vita an Berufserfahrung schmücken können.

Eine weitere alt bewehrte Möglichkeit ist die Ausbildung.

Für viele Jugendliche, die gerade mit der Schule fertig geworden sind kommt dies zunächst jedoch nicht in Frage. “Ich habe kein Abitur gemacht, um jetzt nur eine Ausbildung zu machen.”

Ist es denn wirklich nur eine Ausbildung?

Wenn man sich einmal vor Augen hält, wie eine Ausbildung im Allgemeinen aufgebaut ist, wird der ein oder andere feststellen, dass es nicht nur eine Ausbildung ist.

Eine Ausbildung vereint durch das duale System, bestehend aus betrieblichen Einheiten und der Berufsschule, die Theorie mit der Praxis. Das Gelernte kann sofort in die Praxis umgesetzt werden. Der Auszubildende kann praktisch Arbeiten und wird durch Ausbilder seines Betriebes, Berufsschullehrer und den Mitauszubildenden unterstützt. So entsteht ein ständiger Austausch von Erfahrungen untereinander.

Besonders für diejenigen, die von sich wissen, dass sie das praktische Handeln brauchen und nicht gerne ausschließlich über den Büchern sitzen möchten kann eine Ausbildung eine sehr gute berufliche Grundlage darstellen um in das Berufsleben zu starten.

Die Bereiche in denen man eine Ausbildung abschließen kann sind breit gefächert.

Vom Handwerk, über Pädagogik bis hin zum kaufmännischen Bereich, der sowohl den Einzelhandel, Speditionen, Banken oder auch Versicherungen umfasst.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)