Neben dem Vollzeitjob Geld verdienen – welche Möglichkeiten gibt es?

Du suchst neben deiner Vollzeitstelle oder in Elternzeit eine Abwechslung oder eine zusätzliche Einnahmequelle? Weißt aber nicht genau, was du machen kannst oder wie diese einen Einfluss auf deinen Lohn hat. Wir bieten eine kleine Übersicht an Möglichkeiten und wie diese Abgerechnet werden. 

Jobs auf 450 Euro Basis

Neben deinem Haupteinkommen, das auf deine Lohnsteuerkarte geschrieben wird, kannst du immer einen 450 Euro Job machen. Die Einkünfte bis 450 basierend auf Stundenlohn sind von Abzügen wie der Lohnsteuer, der gesetzlichen Rentenversicherung, Solidaritätszuschlag und Absicherung der Erwerbsfähigkeit befreit. 

Ein vielfältiges Angebot, findest du auf diversen Jobportalen. Jobs, die außerhalb von den üblichen Bürozeiten finden kannst, sind Jobs im Supermarkt, Tankstelle oder Gastronomie. Besitzt du eine Spezialisierung, wie zum Beispiel Buchhaltung oder Übersetzungen, kannst du diese orts- und zeitungebunden ausführen. 

Promotionjobs und auftragsbasierte Jobs

Es gibt viele Portale, die Arbeit im Auftrag von größeren Unternehmen anbieten. Diese sind nicht dauerhaft und benötigt daher Personal, das tagesbedingt oder für einen kurzen Zeitraum gebucht werden kann. Diese Form von Arbeit wird bei Verkaufsaktionen oder Werbemaßnahmen auf Messen benötigt. Auch um Personalmangel auszugleichen, wird zusätzlich Personal gebraucht. Das findet häufig in Hotels oder Abendveranstaltungen mit Catering Service an. Der Vorteil ist meistens ein höherer Stundenlohn, keine feste Bindung an einen Arbeitgeber und viel Abwechslung.

Wie werden solche Jobs abgerechnet?

Früher konnte noch alles über einen Gewerbeschein über Kleingewerbe und Marketing/Promotion abgerechnet werden. Arbeitgeber, Agenturen und Unternehmen konnten es sich dadurch leicht machen um kurzfristige Arbeitskräfte zu entlohnen. Dem Staat gefiel es jedoch nicht, da viele Unternehmen es nutzten um sich Sozialabgaben zu sparen und nur den reinen Lohn auszuzahlen. 

Hier tritt die Regelung der Scheinselbstständigkeit in Kraft. Diese besagt, dass bei Verdacht und Beweis einer Beschäftigung, die eigentlich in einer Form von Angestelltenverhältnis stehen müsste, aber über Gewerbe abgerechnet wurde schwer mit finanziellen Strafen bis zu Haftstrafen abgemahnt werden kann. 

Daher gibt es seit einiger Zeit die 70 Tage Regelung. Diese erlaubt es sich kurzfristig bei einem Arbeitgeber beschäftigen zu lassen. Wie der Name schon sagt nur für 70 Tage, damit auch diese Regelung nicht zur Umgehung von Steuergeldern und einem Scheinverhältnis führen kann.

Online Kurse auf E-Learning Plattformen

Besitzt du neben deinem eigentlichen Beruf irgendeine Form von Fachwissen oder bist Profi auf deinem Nischengebiet? Dann kannst du die Möglichkeit nutzen ein Videokurs zu erstellen. Explizit heißt das eine Anleitung mit Videoinhalt. Hierfür kannst du ganz klassisch eine PowerPoint Präsentation erstellen und durch die Folien schalten während du deinen zu präsentierenden Inhalt kommentierst. Du kannst natürlich auch richtigen Videoinhalt erstellen, bei dem du vor der Kamera stehst. Das bietet sich bei Fitnessprogrammen an und bei Erklärungen für Reparaturen und do-it-yourself Anleitungen. Hier kannst du einige Beispiele sehen. Dein Vorteil ist, dass du diese Mühe nur einmalig machen musst und deinen Videokurs auf Plattformen hochlädst. Danach hast du keinen weiteren Verwaltungsaufwand. Wird dein Kurs gekauft, erstatten dir Plattformen bis zu 90% des Verkaufspreises. Die restlichen Gebühren nimmt die Plattform als Vermittlungsprovision. Das ist eine Möglichkeit um passives Einkommen zu generieren, wodurch du deine Zeit nicht gegen Geld tauschen musst um ein weiteres Einkommen zu erlangen. 

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)