MLM – Multi Level Marketing

Diese Abkürzung oder dieser Begriff ist jedem schon einmal begegnet. Was dort wirklich hinter steckt und was in diesem Geschäftsmodell wirklich getan wird, wissen die wenigsten. Eines schlich sich jedoch ein, das Gefühl, dass dort etwas nicht ganz mit rechten Dingen zu geht. Wir erklären, was es wirklich auf sich hat und warum bei vielen ehrlichen Geschäften, dieses Gerücht zu Unrecht besteht.

Definition von Multi Level Marketing

MLM ist eine abgewandelte Form vom Direktvertrieb. Es ist ein Strukturvertrieb und deshalb nennt man es auch Netzwerkmarketing oder Networkmarketing. Im Gegensatz zum eigenen Geschäft, das man vorantreibt und man selbst verkaufen muss um einen Gewinn zu erzielen gilt es neben dem eigenen Vertriebsziel, selbstständige Partner zu gewinnen, die in der Struktur unter einem selbst eingesetzt wird. Hierarisch werden Provisionen ausgezahlt, die Differenz zwischen den Strukturen, werden dem direkten Partner ausgezahlt. Hier kommen die Zweifel und Munkeleien ins Spiel:

Angeblich sollen selbstständige Vertriebler für andere Arbeiten, die immer ein Stück vom Kuchen bekommen und selbst nicht mehr Verkaufen müssen. In einer gewissen Art stimmt das auch. Es wird jedoch von einem Schneeballsystem gesprochen, wenn der direkte höher stehende Partner mehr Geld bzw. Provision an einem Verkauf erwirtschaftet als der Verkäufer selbst. Zudem ist dieses Geschäftsmodell in Deutschland legal, wenn das Geschäftsmodell nicht den Anschein hat, dass nur der Vertrieb einer Lizenz zum Weiterverkauf zu einer Gewinnerzielung führt (Nr. 14 des Anhangs §3 Abs. 3 UWG).

Stell dir einmal die Frage, dass ein vermeintlich illegales Geschäft immer mehr an Beliebtheit gewinnt und vom Staat geduldet wird. Das ist eben komplett unlogisch. Deswegen gibt es von MLM Energievertrieb, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika ist nun alles vertreten.

Die besonderen Merkmale machen das Geschäft so interessant. Ein Einstieg in die Selbstständigkeit ist für jeden möglich, da man als selbständiger Vertriebler einsteigen kann. Ohne jeglichen Druck und Vertriebsziele. Man fährt zunächst ein Hybridmodell zum eigentlich Job und hat die Sicherheit von Einkommen und die Möglichkeit sich zu entfalten. Außerdem ist das Netzwerken und der Austausch von Wissen für viele Erstrebenswert. Durch die Dachgesellschaft werden die Leute weitergebildet und dies kostet im Normalfall immer ordentlich Geld.

Verpflichtungen als Struktur Partner

Wie viele es verkehrt sehen, gilt es als werbender Partner nicht ausschließlich die Provision für die Arbeit anderer einzustreichen zu sondern die Verantwortung der Weiterbildung und fachlichen Gesprächen und ggf. Betreuung beim Kunden. Diese Mühen sind eben nicht in den Furoren mitinbegriffen. Es ist viel Mühe eine starke Struktur mit Partner aufzubauen. Denn nachweislich arbeitet man Qualität besser als mit Quantität.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)