Eine Ausbildung im Wirtschaftssektor:

Kaufmann und Kauffrau für Versicherungen und Finanzen

Entscheidet man sich nun für die Ausbildung zum Kaufmann/ zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen erwartet einen eine spannende Zeit und ein Bereich, der sehr zukunftsorientiert ist. Unsere Gesellschaft wird immer die Sicherheit brauchen sich und das Hab und Gut, gegen Gefahren, absichern zu wollen. Daher werden Versicherungsunternehmen immer benötigt werden und demnach auch Menschen, die sich mit der Materie auskennen und beratend agieren können.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann aber auf zweieinhalb oder zwei Jahre verkürzt haben, wenn man ein gutes Abitur vorweisen kann. Die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr liegt derzeit bei 950 Euro (Brutto), damit ist es eine der bestbezahltesten Ausbildungen.

Innendienst

Meist unterscheidet jedes Versicherungsunternehmen intern, wie die Ausbildung aufgebaut sein soll und welche Bereiche durchlaufen werden. Manche Versicherungen möchten, dass die Auszubildenden das gesamte Unternehmen, je nach Größe auch standortübergreifend, durchlaufen. Andere wiederum setzen die Azubis nur in einer Abteilung ein. Wichtig ist es allerdings, dass man weiß, dass es zwei große Bereiche bei Versicherungen gibt, da es irgendwann zu der Frage kommen wird, welcher Bereich der zukünftige Arbeitsplatz des Azubis werden soll.

Außendienst

Auf der einen Seite steht der Außendienst. Er ist dafür da die Versicherungen zu vertreiben und Geschäft zu schreiben. Mag im ersten Moment komplex rüberkommen, ist jedoch ganz einfach. Wenn ein Versicherungsunternehmen niemanden hat, der sich versichern lassen möchte, kann es nicht existieren. Der Außendienst generiert neue Kunden, also auch neue Verträge und kümmert sich gleichzeitig um die bestehenden Kunden und deren Wohl. Meist sind es Agenturen, Bürogemeinschaften und Makler, die für den jeweiligen Versicherungsunternehmen arbeiten.

Wenn eine Versicherung nun zum tragen kommen muss, da der Kunden, auch Versicherungsnehmer genannt, einen Schadensfall hat kommt der Innendienst zu tragen.

Er beschäftigt sich die meiste Zeit mit den bestehenden Verträgen, um es genauer auszuführen mit dem sogenannten Schadenmanagement. Dafür, dass der Kunde immer fleißig für seine Versicherungen bezahlt erwartet er im Ernstfall natürlich auch eine Leistung von der Versicherung. der Innendienst bemüht sich um einen möglichst reibungslosen Ablauf und einen zufriedenen Kunden.

Stellenausschreibung

Viele Versicherungsunternehmen entscheiden sich vorab, in der Stellenausschreibung, dafür in welchem Bereich ausgebildet wird. Teilweise werden Auszubildende gesucht, die fest im Innendienst oder Außendienst eingesetzt werden soll. Manchmal jedoch werden beide Bereiche durchlaufen und die finale Entscheidung wird erst mit Ende der Ausbildung getroffen. Beides hat mit Sicherheit seine Vor- und Nachteile.

Was bei allen Unternehmen gleich ist, ist der Berufsschulunterricht. Er ergänzt die gelernten Inhalte aus dem Unternehmen mit theoretischem Wissen aus den Bereichen der Wirtschaft, Politik, Buchhaltung, Recht und natürlich der allgemeinen Versicherungslehre.

Der Berufsschulunterricht und die betrieblichen Phasen wechseln sich in verschiedenen Abständen, sogenannten Blöcken, ab.

Nach ungefähr einem Jahr wird eine Zwischenprüfung geschrieben, die von der zuständigen Handelskammer abgenommen wird. Sie prüft den Lernstand des Auszubildenden ab und ist Bedingung für die Zulassung der Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung

Nach insgesamt drei, beziehungsweise zweieinhalb Jahren, folgt dann die Abschlussprüfung vor der Handelskammer. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Zuerst wird die schriftliche Prüfung an einem Tag, bestehend aus zwei Teilen, geschrieben. Nach knapp zwei Monaten steht dann die mündliche Prüfung an. Sie besteht ebenfalls aus zwei Teilen. Einem fallbezogenen Fachgespräch und einem Verkaufsgespräch.

Wenn man diese letzten Hürden gemeistert hat ist man fertiger Kaufmann oder fertige Kauffrau für Versicherungen und Finanzen.

Besonders bei denjenigen, die sich für die Wirtschaft interessieren ist diese Ausbildung eine gute Chance sich eine Basis für das weitere Berufsleben zu schaffen. Es gibt auch nach der Ausbildung viele Möglichkeiten um weiter zu machen und Erfolg zu verzeichnen. Man kann sich mit seiner eigenen Versicherungsagentur Selbstständig sein, wobei man vom Unternehmen meist Unterstützung und eine Starthilfe im Sinne von Startkapital und Kundenstamm bekommt. Es gibt den sogenannten Fachwirt für Versicherungen und Finanzen.

Eine Weiterbildungsmöglichkeit, die berufsbegleitend läuft. Man kann weiterhin festangestellt bleiben, sowohl im Innen- als auch im Außendienst. Aber auch ein Studium wäre ein möglicher nächster Schritt. Studiengänge wie Wirtschaftsrecht, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Versicherungsrecht wären denkbar.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)