Die Krankschreibung

Als Arbeitnehmer hat man den Luxus, des Krankseins. Das klingt erstmal merkwürdig aber für kurzfristigen Ausfall der Arbeitskraft wird das dem Arbeitgeber das gleiche Gehalt wie sonst bezahlt. Dem Selbstständigen nicht. Erst nach 8 Tagen frühestens wird eine Kompensation von privaten Krankenkassen dem Selbstständigen bezahlt, falls es überhaupt abgeschlossen wurde. Wo nun der Luxus besteht sich krankzuschreiben, was zu beachten ist und was die Rechte sind wird im Folgenden erklärt. Denn auch starke Jobs können mal kleine Ausfälle haben

Krankschreibung – wie bekomme ich eine?

Um sich krankschreiben zu lassen muss man grundsätzlich zum Arzt. Dieser wird deine gesundheitliche Verfassung überprüfen und einschätzen, ob du arbeiten kannst oder nicht. Zusätzlich prognostiziert dieser Arzt dir, welche Zeit zu empfehlen ist, in der du nicht arbeiten solltest. Das wird dir amtlich ausgestellt. Umgangssprachlich ist das der gelbe Schein.

Die Krankschreibung – der “Gelbe Schein”

Die Krankschreibung besteht aus drei verschieden großen Zetteln. die an der Oberkante aneinander geschweißt sind. Bitte beachte dabei, dass auf dem Schein jeweils ein Adressat steht. Das eine ist für deine eigenen Unterlagen, der größte Schein ist für deine Krankenkasse, auf diesem Steht auch deine Diagnose drauf. Daher ist dieser Schein sehr sensibel. Sende diesen Schein an die Krankasse, die passende Adresse findest du, wenn du [Name deiner Krankenkasse] + Krankschreibung googlest. Du brauchst ausschließlichen diesen Schein beilegen. Dieser wird bei der Krankenkasse maschinell ausgelesen und in deiner Akte eingetragen. Für den Ausfall kompensiert die Krankenkasse deinen Arbeitslohn gegenüber deinem Arbeitgeber.

Die Krankschreibung an deinen Arbeitgeber ist der kleinste Schein. Diesen solltest du zügig per Post an deinen Arbeitgeber senden. Dein Arbeitgeber darf nicht nach deiner Krankheit fragen, er darf es im Prinzip nicht wissen. Alle Angaben, die du darüber äußerst sind demnach freiwillig. Die Gesundheit gehört zu den zu besonders zu schützenden persönlichen Daten. Dem Arbeitgeber werden solchen Angaben verwehrt, damit sie diese nicht in Personalentscheidungen mit einbeziehen können und dir einen Strick durch deine Krankheit drehen können. Gerade wenn die Krankheit psychischer Natur ist, möchten viele Menschen solche Krankheiten vor ihren Chefs verbergen – Zu Recht.

Was ist zu beachten?

Einen Krankenschein zu bekommen ist vermeintlich einfach. Dennoch müssen gewissen Regularien eingehalten werden um einen rechtskräftigen Krankenschein wirksam einzureichen.

Die Frist der Einreichung beim Arbeitgeber muss eingehalten werden. Starke Jobs von Arbeitgebern, die auf einer Vertrauensebene bis zu zwei Tagen Krankheit keinen Nachweise sehen wollen. Am dritten Tag möchte es das Gesetz jedoch, dass ein Krankenschein vorgelegt wird. Bei tarifgebunden Jobs soll eine Krankmeldung nach spätestens zwei Stunden nach regulärem Arbeitsbeginn telefonisch oder per Mail mitgeteilt werden und der Krankenschein am selben Tag ausgestellt sein.

Das rückwirkende Krankschreiben ist eine kleine Herausforderung. Denn wer am Wochenende arbeitet, wird bemerken, dass Samstag und Sonntag keine Arztpraxen geöffnet haben. Also wie soll das funktionieren. Im Falle, dass eine Krankheit abzusehen ist, wann diese ausgebrochen ist oder wo diese ihren Ursprung hatte, kann der Arzt rückwirkend attestieren. Grundsätzlich gilt der Tag des Besuchs beim Arzt als zu attestierender Krankheitstag.

Solltest du jetzt die Befürchtung bekommen haben, dass du wegen Krankheit gekündigt wirst. Aufgrund von Krankheit darf dich dein Arbeitgeber nicht kündigen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)