Bessere Karriere-Chancen durch Umschulung

Nicht immer erfüllen sich alle beruflichen Wünsche und Ziele beim ersten Versuch. Dann ist eine Umschulung der sinnvolle nächste Schritt, Unter bestimmte Voraussetzungen wird dieser sogar vom Staat finanziell gefördert.

Umschulung: Voraussetzung, Tipps und Finanzierung

Es gibt viele Gründe, die nach einer Reihe von Jahren Zweifel am eigenen Berufsweg aufkommen lassen können. Einen klassischen Fall bildet der so genannten Burnout durch permanente Arbeitsüberlastung. Vielleicht wollen Sie ein solches Szenario aber auch gar nicht erst abwarten, sondern aktiv gegensteuern im Sinne einer besseren Work Life Balance. Dann kann eine berufliche Neuausrichtung durchaus Sinn machen. Hierzu ist häufig eine Umschulung notwendig.

Viele Wege führen zum Ziel

Wenn es um eine Umschulung geht, besteht gleich eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten. Folgende vier Wege werden dabei am häufigsten beschritten:

– Eine berufliche Weiterbildung – diese kann gegebenenfalls auch parallel zum Einstieg in einen neuen Job erfolgen

– Eine Fortbildung – auch eine solche Spezialisierung ist häufig berufsbegleitend möglich

– Eine neue Ausbildung – hier bestehen gegebenenfalls Möglichkeiten zu einer Verkürzung der Lehrzeit

– Ein (zweites) Studium – ggf. als Fernstudium o.ä. auch nebenberuflich möglich

Aufgrund der verschiedenen Varianten ist deshalb zunächst wichtig, dass Sie selber für sich klare Ziele formuliere, welche Art von Beruf Sie nach der Umschulung gerne ausübenmöchten und welche weiteren Karriereschritte Sie auf diesem Weg in Zukunft in Angriff nehmen wollen.

Möglichkeiten für eine Förderung

Eine Umschulung auf eigene Rechnung ist oft ein schwieriges Unterfangen. Denn während der Umschulung fehlt es oft an genügend Zeit für eine Vollzeitstelle. Deswegen macht es Sinn, eine Förderung bei der Arbeitsagentur zu stellen. Zur Bewilligung der Finanzierung der Umschulung müssen mehrere Voraussetzungen vorliegen. Von zentraler Bedeutung sind vor allem drei Aspekte:

– Sie müssen bei Stellung des Antrags mindestens 18 Jahre alt sein

– Sie müssen über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen

– Sie müssen eine Berufsausbildung bzw. ein Studium abgeschlossen haben.

Ist Letzteres nicht der Fall, handelt es sich bei der Förderung um keine Umschulung, sondern um eine Erstausbildung, für die dann andere Regeln gelten.

Eine Frage der Vermittlungschancen

Die Chancen auf eine Bewilligung stehen umso höher, je notwendiger eine Umschulung in Ihrer beruflichen Situation ist. Sie sind dann besonders hoch, wenn Sie lange Zeit im gleichen Betrieb in ein und demselben Arbeitsumfeld gearbeitet haben und Ihre Stelle aufgrund von moderneren Arbeitsverfahren weggefallen ist.

Wenn Sie dagegen weiterhin in Ihrem Beruf tätig sind und die betreffende Branche gute Zukunftsaussichten hat, ist die Bewilligung der Finanzierung einer Umschulung deutlich unwahrscheinlicher.

Für die Arbeitsagentur kommt es nicht darauf an, ob Sie in Ihrem bisherigen Beruf zufrieden sind. Ihr Augenmerk ist darauf gerichtet, dass Sie sich nicht über längere Zeit arbeitslos melden müssen. Insofern kommt es für die Finanzierung der Umschulung durch die Arbeitsagentur vor allem darauf an, dass die Aus- bzw. Weiterbildung Ihre Vermittlungschancen entscheidend steigert. Entsprechend sollte der Umstieg möglichst in eine Branche erfolgen, die für die Zukunft viel Potential aufweist.

 Gehen Sie die Sache an!

Unabhängig davon, ob eine Förderung der Umschulung in Ihrem Fall in Frage kommt, sollten Sie in jedem Fall aktiv werden, wenn Sie Unzufriedenheit an Ihrem derzeitigen Arbeitsplatz verspüren. Denn mittelfristig wird es sonst für Sie immer schwerer, Ihrer Tätigkeit mit der notwendigen Motivation nachzugehen.

Werfen Sie einen Blick auf Ihre Situation, wägen Sie die mögliche Alternativen ab und entscheiden Sie sich dann für eine Umschulung, deren Abschluss Ihnen neue berufliche Perspektiven in einem besseren Arbeitsumfeld eröffnet.